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Dachdecker
Dach- und Dichtungsbahnen

Dach- und Dichtungsbahnen werden meist auf der Basis von Bitumen oder Kunststoff herge­stellt, Zahlreiche Produkte werden auch heute noch Dach- oder Teer­pappen genannt, weil man früher Pappe mit aus der Steinkohlever­edelung gewonnenem Teer tränk­te. Heute wird fast ausschließlich das bei der Erdöldestillation ge­wonnene Bitumen eingesetzt.

Als Trägerschicht dienen heute kaum noch Pappen, sondern Glasgewebe, Jute, Kunststofffasern oder Metallbänder. Man spricht deshalb nicht mehr von Teer- oder Dachpappen, sondern von Dach- und Dichtungsbahnen. Die Bezeichnungen sind auf den ersten Blick verwirrend, denn die Begriffe allein sagen noch nichts über deren Verwendbarkeit aus. So gibt es Dachdichtungsbahnen, die zur Abdichtung eines Flachdachs nicht geeignet sind.

Im Bereich der Dächer gibt es im wesentlichen zwei Einsatzgebie­te. Zum einen ist eine vollständi­ge Abdichtung erforderlich, z. B. wenn im Bereich des Flachdachs jegliches Eindringen von Wasser verhindert werden muß. Auch im Bereich der Pappdächer müssen

die verwendeten bituminösen Bah­nen alleine für Dichtigkeit sorgen. An sie werden deshalb höhere An­sprüche gestellt. Andererseits sol­len Dachbahnen bei geneigten und gedeckten Dächern nur einen zusätzlichen Schutz bieten, z. B. gegen die bei bestimmten Witte­rungsbedingungen unter die Dachhaut eindringende Feuchtig­keit oder Kondenswasser. Diese

Feuchtigkeitsmengen werden durch die Dachneigung rasch ab­geführt, so daß hier auch Produkte mit weniger hoher Beanspruch­barkeit verwendet werden können.

Unterspannbahnen nennt man im allgemeinen faserverstärkte Bah­nen auf Kunststoffbasis, die direkt auf die Dachsparren verlegt (verspannt) werden. Als Feuchtig­keitsschutz auf verschalten Dä­chern werden beispielsweise nackte Bitumenbahnen (das sind unbesandete Dachpappen) mit Rohfilz- oder Glasvlieseinlage ver­wendet. Dabei gibt es je nach Dachaufbau Bahnen, die mehr oder weniger Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf von innen nach außen durchlassen (diffusionsoffe­ne Bahnen).

 
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Dachrinnen und Regenfallrohre

 

Bei der Reparatur oder dem Neu­bau von Dächern kommt es auf die Montage eines funktionsfähi­gen Dachentwässerungssystems an. Fehlen Dachrinnen und Re­genfallrohre, so läuft das Regen­wasser an den Außenmauern hin­ab und dringt dabei bis zum Fun­dament vor. Eine gut funktionie­rende Dachentwässerung verhin­dert Feuchtigkeitsschäden schon an ihrem häufigsten Entstehungs­ort, der Dachtraufe.

 

Dachrinnen und Fallrohre aus licht- und witterungsbeständigem PVC sind langlebig, wartungs­freundlich und abwasserneutral. Ihr wichtigster Vorteil für den Sel­bermacher: Sie lassen sich ohne aufwendiges Werkzeug und vor allem ohne Verlöten leicht und schnell fachgerecht montieren.

 

PVC-Dachentwässerungssyste­me werden als Halbrund-Dachrin­nen und als Kastendachrinnen an­geboten. Im Allgemeinen verwen­det man Kastendachrinnen für die Entwässerung kleinerer Dachflä­chen von Nebengebäuden wie Garagen, Schuppen oder Garten­häusern sowie für die Entwäs­serung von Vordächern und Bal­konen. Dachentwässerungssyste­me aus Kunststoff setzen sich aus

verschiedenen aufeinander abge­stimmten Einzelteilen zusammen Hierzu gehören nicht nur die Dachrinnen, sondern auch dazu passende Halterungen, Traufstrei­fen und Fallrohre sowie wichtiges Zubehör wie Rohrschellen, Laub­fangkörbe oder Regenwasserklappen.

 
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